Mitmachtheater am Dankeschön-Fest

Kinder von der St. Peter und Paul Kita Rössing spielen, backen und bedienen Bürgermeisterin, Pastorin, Feuerwehr, Rote Kreuz und Sportverein

Rössing. Zum „Dankeschön-Fest“ kamen die Bürgermeisterin, die Pastorin, Leute von der Feuerwehr, dem „Roten Kreuz“ und dem Sportverein. Die Kinder der Kindertagesstätte „St. Peter und Paul“ führten für sie ein Theaterstück auf. Aber sie waren trotz der Prominenz und der vielen Eltern, die gekommen waren, um ihnen zuzusehen, gar nicht nervös. Finn etwa sprach ganz routiniert in das Mikrophon: „Wir spielen heute die Geschichte von Bartimäus“. Monika Körner, Leiterin der Kita, hatte schon bei den Proben darauf geachtet, dass die Kinder ihre Sätze bis zum Ende gut betonen und in das Mikrophon sprechen. Seit  Anfang Januar hat sie zusammen mit den Erzieherinnen Gundula Wallbrecht, Nicole Wagner und Doris Haensel den Tag vorbereitet. Außer dem Theaterstück haben die Kinder für ihre Gäste noch gebacken, die Tische gedeckt und geschmückt und die Erwachsenen bedient. Es hat ihnen viel Spaß gemacht. „Die Leute konnten ihren Kaffee gar nicht so  schnell austrinken, wie sie schon wieder neuen gebracht bekamen“, schmunzelt Körner.

Bartimäus ist zunächst aufs Betteln angewiesen

 

Das Theaterstück war diesmal zum Mitmachen. Wenn die Kinder rote Schilder hochhielten, musste das Publikum flüstern „Psst, seid still“. Waren die grünen Schilder zu sehen, musste es raunen „Er ruft dich“ und bei den gelben Schildern rufen „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich!“. Erstaunlich, wie schon fünfjährige Schauspielkinder diesen schwierigen Text fehlerfrei sprechen konnten. Niedlich, wie die Kinder mit den Trommeln und Kastagnetten Geräusche von Eseln und der Menge und Jesus nachmachten, die der blinde Bartimäus ja nicht sehen, sondern nur hören kann. Überzeugend die Verbindung, an dem Tag für die Hildesheimer Blindenmission zu sammeln. Die Kita hat ein Patenkind, Aspin, auf den Philippinen, das sie unterstützt.

Die Kinder von der Kita sind schon echte kleine Schauspieler

Mit einer „Fühlstraße“ im Flur der Kita und einer Szene aus der Geschichte von Bartimäus mit Egli-Figuren, mit denen die Kinder spielen können, vervollständigt sich das ganzheitliche Erschließen, das die Kita den Kindern vermittelt. Die Kinder haben sichtbar Freude am „Dankeschön-Tag“. Die Gäste auch. Sie singen das Lied „Folge mir, ich bin das Licht der Welt“ gern mit und hören das Gebet, das die Kinder am Schluss sprechen: „Danke, Gott, für die vielen Dinge, die wir von dir geschenkt bekommen haben“. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu, ein Tag, der auch deutlich macht: Jenseits von manch Diskussionen um Sprachentwicklung, Integration von Menschen mit Einschränkungen, Integration von anderen Kulturen und Religionen ist der Alltag in einer Kindertagesstätte manchmal mehr in Ordnung, als man sich das vorstellen kann, wenn man nicht dabei gewesen ist. Danke an die Erzieherinnen für ihre gesellschaftlich so wichtige Arbeit.

Frank Uhlhorn

 

 

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